Kinderheime im Kanton Luzern: Zwischenbericht Prof. Dr. Markus Furrer

Die Provinzleitung der Mutterprovinz Schweiz hat den Zwischenbericht von Prof. Dr. Markus Furrer mit Interesse zur Kenntnis genommen. Der Bericht wird die Arbeit der von unserer Gemeinschaft mit den Untersuchungen beauftragten externen unabh├Ąngigen Expertenkommission unter der Leitung von Herrn lic. iur. Magnus K├╝ng in wesentlichen Punkten unterst├╝tzen.

Mit der Konstituierung der Expertenkommission hat sich unsere Gemeinschaft bewusst aus den Untersuchungen zur├╝ckgezogen und wartet nun die Ergebnisse derselben ab. Einen ersten Zwischenbericht der Expertenkommission erwarten wir f├╝r Herbst 2011.

Anl├Ąsslich der heute erfolgten offiziellen Entschuldigung durch den Regierungsrat des Kantons Luzern m├Âchten wir auf unsere eigene Bitte um Verzeihung vom 03. Mai 2010 hinweisen. Die Stellungnahme im Wortlaut:

Stellungnahme zu ├ťbergriffsvorw├╝rfen gegen├╝ber Schwestern unserer Gemeinschaftin verschiedenen Erziehungsinstitutionen der Schweiz

Wir wurden in den vergangenen Wochen und Monaten in einer Reihe von Medienbeitr├Ągen mit teilweise gravierenden Vorw├╝rfen gegen├╝ber Schwestern unserer Gemeinschaft konfrontiert.

Diese Vorw├╝rfe ersch├╝ttern unsere Ordensgemeinschaft zutiefst. Sie haben uns schmerzlich vor Augen gef├╝hrt, dass das Verhalten einzelner unserer Mitschwestern in einem krassen Widerspruch stand zu unseren Ordensidealen, unseren Leitbildern und Richtlinien.

Wir f├╝hlen mit den Opfern mit und bitten diese um Verzeihung f├╝r das erfahren Leid.

Seit einiger Zeit haben wir damit begonnen, unsere vielf├Ąltigen T├Ątigkeiten in der Vergangenheit kritisch zu ├╝berpr├╝fen und zu hinterfragen. Diese Aufarbeitung unserer Ordensgeschichte soll begleitet werden durch eine unabh├Ąngige, externe Expertenkommission, welche zurzeit konstituiert wird. Es ist uns ein grosses Anliegen, die gegen einzelne unserer Schwestern erhobenen Vorw├╝rfe sachlich zu ├╝berpr├╝fen, die Wahrheit ans Licht zu bringen und aus den begangenen Fehlern zu lernen, damit das, was geschehen ist, nie wieder geschehen kann.

Wir m├Âchten an dieser Stelle allen danken, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten mit uns in Verbindung gesetzt haben. Unsere T├╝r wird auch weiterhin allen offenstehen, die mit uns in Kontakt treten wollen.

Wir werden zu gegebener Zeit ├╝ber den Aufarbeitungsprozess orientieren.

Unsere Adresse f├╝r die Kontaktaufnahme:

Provinzleitung Kloster Ingenbohl
Klosterstrasse 10
CH-6440 Brunnen
Telefon: +41 41 825 20 00
provinzleitung@kloster-ingenbohl.ch

Ingenbohl, 03. Mai 2010 – Sr. Marie-Marthe Sch├Ânenberger, Provinzoberin

Medienschaffende, welche Fragen zum Aufarbeitungsprozess haben, bitten wir, sich direkt an die unabh├Ąngige Expertenkommission zu wenden.

Kontakt: Herr lic. iur. Magnus K├╝ng, Pr├Ąsident, Telefon 056 437 36 37 oder mail@kueng-kueng.ch.

Personen, welche ├╝ber Erfahrungen berichten wollen, die sie selber oder ihnen nahe stehende Personen gemacht haben, bitten wir, mit der externen Anlaufstelle Kontakt aufzunehmen.

Kontakt: Frau Sibylle Bader Biland, Sozialarbeiterin FH, Telefon 056 491 32 57 (Mittwoch und Freitag von 8.30 Uhr bis 11.00 Uhr).
Frau Bader Biland untersteht der Schweigepflicht.

Sie k├Ânnen die Medienmitteilung unserer Gemeinschaft und die Medienmitteilung der externen Expertenkommission herunterladen:

> Medienmitteilung unserer Gemeinschaft
> Medienmitteilung der externen unabh├Ąngig arbeitenden Expertenkommission

Unabh├Ąngige Expertenkommission nimmt T├Ątigkeit auf

Seit Bekanntwerden von ├ťbergriffsvorw├╝rfen gegen Schwestern unserer Gemeinschaft, welche in Kinderheimen t├Ątig waren, hat die Provinzleitung das Ziel verfolgt, diese Vorw├╝rfe abzukl├Ąren sowie m├Âgliche Wege in Richtung einer Vers├Âhnung und Befriedung zu suchen. Zu diesem Zweck wurde die Bildung einer unabh├Ąngigen externen Expertenkommission beschlossen, welche zur Aufgabe hat, die Zust├Ąnde in Kinderheimen und Erziehungseinrichtungen in der Vergangenheit sachlich zu beurteilen. Die damit verbundenen Arbeiten haben sich als anspruchsvoll und zeitintensiv erwiesen. Mit ihrer konstituierenden Sitzung vom 15.12.2010 hat die Expertenkommission Ihre T├Ątigkeit offiziell aufgenommen.

Unabh├Ąngigkeit und Neutralit├Ąt

Die Expertenkommission ist ein unabh├Ąngig agierendes, der Neutralit├Ąt und Sachlichkeit verpflichtetes Gremium. Es nimmt keine anwaltschaftliche Stellung ein, weder f├╝r die Gemeinschaft, noch f├╝r andere Verantwortliche der damaligen Erziehungsinstitutionen. Aus diesem Grund haben Vertreter von Institutionen oder Organisationen, die mit den damaligen Erziehungseinrichtungen in Verbindung stehen, keinen Einsitz in der Kommission. Gleiches gilt f├╝r von ├ťbergriffen Betroffene oder Opfervertretungen. Die Expertenkommission definiert ihre Vorgehensweise selbst├Ąndig. Ihre T├Ątigkeit ist vorl├Ąufig auf eine Dauer von zwei Jahren angelegt.

Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachdisziplinen

Die Expertenkommission setzt sich aktuell aus einer Vertreterin und vier Vertretern verschiedener Fachbereiche, die mit den zu pr├╝fenden Sachverhalten eng verbunden sind, zusammen. Namentlich sind dies:

Herr lic. iur. Magnus K├╝ng, Wettingen: F├╝rsprecher und Notar, Mediator, Pr├Ąsident
Herr Dr. iur. Hardy Notter, St. Gallen: Rechtsanwalt, Fachbereich Recht
Frau Beatrix Staub-Verhees, Freiburg i. ├ťe: Dipl. Psychologin FSP, Fachbereich Psychologie
Herr Dr. Anton Strittmatter, Biel: Erziehungswissenschaftler, Leiter p├Ądagogische Fachstelle Dachverband Schweizer Lehrerinnen und Lehrer, Fachbereich P├Ądagogik
Herr lic. phil. Simon Rickenbacher, Schwyz: Kommunikationsberater, Fachbereich Kommunikation und zentrale Dienste
Es liegt im Ermessen der Kommission, f├╝r bestimmte Aufgaben externe Expertinnen und Experten direkt zu mandatieren und in ihre Arbeit miteinzubeziehen. Dr. Giusep Nay, Alt-Bundesgerichtspr├Ąsident, Valbella, hat sich als Berater der Fachgruppe zur Verf├╝gung gestellt.

Ziel einer gemeinschaftlichen Aufarbeitung aller verantwortlichen Akteure

Sowohl die Provinzleitung als auch die externe Expertenkommission sind der ├ťberzeugung, dass eine ernsthafte Aufarbeitung der Kinderheimvergangenheit den Einbezug der damals verantwortlichen Stellen bzw. deren Nachfolgeorganisationen notwendig macht. Es entspricht daher einem gemeinsamen Bestreben, dass die verschiedenen Beitr├Ąge zur Aufarbeitung bestm├Âglich koordiniert werden. Zu diesem Zweck werden derzeit sowohl von Seiten der Provinzleitung als auch seitens der Expertenkommission verschiedene Gespr├Ąche mit den Nachfolgeorganisationen der damals verantwortlichen Stellen gef├╝hrt.

Die n├Ąchsten Schritte

Die Expertenkommission wird in den kommenden Wochen ihre Zusammenarbeitsstrukturen und ersten Auftr├Ąge definieren und umsetzen.

Externe Anlaufstelle f├╝r Betroffene

Seit einigen Wochen steht Betroffenen nebst dem direkten Kontakt zur Gemeinschaft eine unabh├Ąngige, gemeinschaftsexterne Anlaufstelle zur Verf├╝gung, um ├╝ber ihre Erfahrungen zu berichten. Die Anlaufstelle wird von einer unabh├Ąngigen Fachperson betreut, die der Schweigepflicht untersteht.
Frau Sybille Bader Biland, Sozialarbeiterin FH, ist jeweils am Mittwoch und am Freitag von 8.30 Uhr bis 11 Uhr unter der Telefonnummer 056 491 32 57 erreichbar.

Auskunft bei Medienanfragen

F├╝r die Expertenkommission
lic. iur. Magnus K├╝ng, Pr├Ąsident
Telefon: +41 (0)56 437 36 37 E-Mail: mail@kueng-kueng.ch

F├╝r die Provinzleitung
Sr. Marie-Marthe Sch├Ânenberger, Provinzoberin
Telefon: +41 (0)825 20 00, E-Mail: provinzleitung@kloster-ingenbohl.ch
> Medienmitteilung

Stellungnahme zu ├ťbergriffsvorw├╝rfen

Wir wurden in den vergangenen Wochen und Monaten in einer Reihe von Medienbeitr├Ągen mit teilweise gravierenden Vorw├╝rfen gegen├╝ber Schwestern unserer Gemeinschaft konfrontiert.

Diese Vorw├╝rfe ersch├╝ttern unsere Ordensgemeinschaft zutiefst. Sie haben uns schmerzlich vor Augen gef├╝hrt, dass das Verhalten einzelner unserer Mitschwestern in einem krassen Widerspruch stand zu unseren Ordensidealen, unseren Leitbildern und Richtlinien.

Wir f├╝hlen mit den Opfern mit und bitten diese um Verzeihung f├╝r das erfahren Leid.

Seit einiger Zeit haben wir damit begonnen, unsere vielf├Ąltigen T├Ątigkeiten in der Vergangenheit kritisch zu ├╝berpr├╝fen und zu hinterfragen. Diese Aufarbeitung unserer Ordensgeschichte soll begleitet werden durch eine unabh├Ąngige, externe Expertenkommission, welche zurzeit konstituiert wird. Es ist uns ein grosses Anliegen, die gegen einzelne unserer Schwestern erhobenen Vorw├╝rfe sachlich zu ├╝berpr├╝fen, die Wahrheit ans Licht zu bringen und aus den begangenen Fehlern zu lernen, damit das, was geschehen ist, nie wieder geschehen kann.

Wir m├Âchten an dieser Stelle allen danken, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten mit uns in Verbindung gesetzt haben. Unsere T├╝r wird auch weiterhin allen offenstehen, die mit uns in Kontakt treten wollen.

Wir werden zu gegebener Zeit ├╝ber den Aufarbeitungsprozess orientieren.

Unsere Adresse f├╝r die Kontaktaufnahme:

Provinzleitung Kloster Ingenbohl
Klosterstrasse 10
CH-6440 Brunnen

Telefon: +41 825 20 00

provinzleitung@kloster-ingenbohl.ch

> Download Stellungnahme

Pater Theodosius kehrt heim

Statue Pater Theodosius Florentini

W├Ąhrend vieler Jahre stand die Statue von P. Theodosius vor der Theodosius-Druckerei im Paradies. Nach Schliessung derselben im Herbst 2005 w├╝nschten viele Schwestern, dass die Skulptur wieder auf den Klosterh├╝gel zur├╝ckkehren m├Âge.

Eine sanfte Renovation dr├Ąngte sich auf, da die vergangenen 100 Jahre ihre Spuren an der Plastik hinterlassen hatten.

Am 20. Mai war es endlich soweit! Eine Schwesterngruppe begr├╝sste unsern lieben Gr├╝nder bei der Heimkehr auf den Klosterh├╝gel, wo er nun seinen Standort vor dem Priesterhaus gefunden hat.

Mit seinem liebensw├╝rdigen L├Ącheln begr├╝sst er alle Pilgerinnen und Pilger bei ihrer Ankunft.