Teil der Franziskanischen Familie

Wir sind Teil der weltumspannenden franziskanischen Familie und gehören dem Dritten Orden  an.

Durch alle Jahrhunderte fasziniert der Heilige aus Assisis die Menschen. Seine Liebe zum Dreifaltigen Gott und zur gesamten Schöpfung ist in ihrer Radikalität einzigartig. Sein Ausgerichtet sein auf den Willen Gottes, seine tiefe Gottessehnsucht, sein Leben in der Nachfolge Jesu sind unser Ansporn in der Nachfolge Jesu als franziskanische Frauen.

Der Sonnengesang ist das Vermächtnis Franziskus an seine Brüder und Schwestern.

Höchster, allmächtiger, guter Herr,
dein sind der Lobpreis, die Herrlichkeit und Ehre und jeglicher Segen.
Dir allein, Höchster, gebühren sie,
und kein Mensch ist würdig, dich zu nennen.

Gelobt seist du, mein Herr, mit allen deinen Geschöpfen,
zumal dem Herrn Bruder Sonne;
er ist der Tag, und du spendest uns das Licht durch ihn.
Und schön ist er und strahlend in großem Glanz,
dein Sinnbild, o Höchster.

Gelobt seist du, mein Herr, durch Schwester Mond und die Sterne;
am Himmel hast du sie gebildet, hell leuchtend und kostbar und schön.

Gelobt seist du, mein Herr, durch Bruder Wind und durch Luft
und Wolken und heiteren Himmel und jegliches Wetter, durch das du deinen Geschöpfen den Unterhalt gibst.

Gelobt seist du, mein Herr, durch Schwester Wasser,
gar nützlich ist es und demütig und kostbar und keusch.

Gelobt seist du, mein Herr, durch Bruder Feuer,
durch das du die Nacht erleuchtest;
und schön ist es und liebenswürdig und kraftvoll und stark.

Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, Mutter Erde,
die uns ernähret und lenkt (trägt)
und vielfältige Früchte hervorbringt und bunte Blumen und Kräuter.

Gelobt seist du, mein Herr, durch jene, die verzeihen um deiner Liebe willen
und Krankheit ertragen und Drangsal.
Selig jene, die solches ertragen in Frieden, denn von dir, Höchster, werden sie gekrönt werden.

Gelobt seist du, mein Herr, durch unsere Schwester, den leiblichen Tod;
ihm kann kein lebender Mensch entrinnen.
Wehe jenen, die in schwerer Sünde sterben.
Selig jene, die sich in deinem heiligsten Willen finden,
denn der zweite Tod wird ihnen kein Leid antun.

Lobt und preist meinen Herrn
und sagt ihm Dank und dient ihm mit großer Demut.

Kirschblütenzweig

Du warst mir geschenkt
an einem grauen Wintertag
als Vorbote des Frühlings
voller Verheissung.

Freude bricht auf
immer neu
Blüte um Blüte
Fröhlichkeit und Tanz schwingt mit
in jedem der unzähligen Staubfäden.
Verschwenderische Pracht.

So ist das Schenken:
Heitere Schwingung zwischen Du und Ich
ein ständig neues Aufbrechen
immer wieder eine kleine neue Geburt –
Deine kleine neue Geburt,
weil ich in Freude
durch mein Geschenk
ja sage zu dir.

Weil ich sage:
Sei fröhlich du selbst
und werde es immer mehr.

So macht erst Schenken die Welt ein wenig menschlich
und Schenken macht sie auch ein wenig göttlich.

Md.