Leitbild

Als «Barmherzige Schwestern vom heiligen Kreuz Ingenbohl» stehen wir in der Nachfolge Jesu Christi.
Wir sehen uns als Frauen, die ergriffen sind von der Person und Botschaft Jesu. Die Kreuzesbotschaft ist uns Motivation, Kraft und Hoffnung.

Der Geist unserer Gemeinschaft ist der Geist des Evangeliums, wie er den heiligen Franziskus und unsere Gründer, Pater Theodosius und Mutter Maria Theresia erfüllt hat.
Wir lassen uns immer wieder neu inspirieren von Franziskus und unseren Gründergestalten und lassen uns formen von unseren geistlichen Quellen. Wir leben im Vertrauen auf Gottes Geist und Führung.

Als geistliche Gemeinschaft ist Leben in Gemeinschaft ein grundlegendes Element unserer Identität.
Wir sehen unsere Stärke im Zusammenleben aller Schwestern und führen einen einfachen Lebensstil. Wir unterstützen das persönliche und gemeinsame Wachsen und Reifen. Mit der Spannung zwischen individueller Freiheit und gemeinschaftlichem Leben gehen wir respektvoll um.

Gemeinsam mit der Generalleitung, den Schwesterprovinzen und Vikariaten gestalten wir unsere Gegenwart und Zukunft.
Wir fördern und unterstützen die Einheit in der Vielfalt und öffnen uns für die Zusammenarbeit mit den andern Provinzen und Vikariaten.

Im Mittelpunkt unserer Sendung steht der Mensch, ohne Unterschied des Alters, der Nationalität, des Geschlechts, des Glaubensbekenntnisses, der gesellschaftlichen Stellung.
Wir setzen uns für die Würde allen Lebens ein, hören auf die Nöte der Menschen und unterstützen Initiativen zur Lösung von Problemen der Gegenwart. Die uns anvertrauten Spendengelder setzen wir vorwiegend innerhalb der Schweiz für Frauen und Kinder ein.

Wir sind Kirche und wollen Kirche in Erscheinung treten lassen.
Wir wirken mit am Heilsauftrag der Kirche und gestalten geistliche Orte, an denen sich lebendige Kirche vollzieht.

Im Blick auf unseren Auftrag reagieren wir verantwortungsbewusst auf die Veränderungen der Gegenwart.
Wir erkennen den Willen Gottes in den Bedürfnissen unserer Zeit und vernetzen uns dort, wo Gutes geschieht.

Die Grösse und Vielfalt unserer Provinz verlangt eine Führung in ethischer Verantwortung und nach unternehmerischen Grundsätzen.
Wir sind in eigenen Werken und im Dienste Dritter tätig und engagieren uns für soziale Arbeitsbedingungen.

Unsere Werke und Institutionen gründen auf dem guten Zusammenwirken von Ordensfrauen, Führungsverantwortlichen und Mitarbeitenden.
Wir nehmen unsere Führungsverantwortung wahr und fördern die Identifikation mit unseren Werten. Wir unterstützen das Potenzial unserer Mitarbeitenden und übertragen ihnen Kompetenz und Verantwortung.

In der Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern bauen wir auf gegenseitiges Vertrauen, auf Kompetenz und Verlässlichkeit.
Wir unterstützen Initiativen zur Stärkung der regionalen Entwicklung. Wir pflegen eine offene und konstruktive Zusammenarbeit mit den lokalen und regionalen Institutionen.

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Zwei Spinnen

„Du hast viel gearbeitet“, sagt die Alte zur kleinen Spinne,
„aber schau, das Netz ist schon kaputt.“
„Ja, das ist so schade, und ich hab’solchen Hunger.“
„Schau, dort drüben fliegen viele Mücken.
Mach einfach nochmals ein Netz, dann kannst du deinen Hunger stillen,“
Kaum hat die Kleine ihren Faden an den nächsten Ast geworfen,
um darüber zu klettern,
beginnt die Alte das dicke Insekt im Netz der jungen Spinnen auszusaugen.

Las.