Oekumensicher Gottesdienst in der Klosterkirche Ingenbohl

Ueber die ganze Welt verbreitet, gibt es ein erfreuliches oekumenisches Miteinander in vielfältigen Formen – in Begegnen, Beten, Beraten und Handeln -, so auch bei uns im Kloster und in der Klosterkirche.

Seit 20 Jahren wird in der Klosterkirche – während der weltweiten Gebetswoche für die Einheit – ein oekumenischer Gottesdienst gefeiert. Dabei hat sich eine besonders schöne Situation entwickelt: Es ist nicht nur eine Feier mit reformierten und katholischen Christen, es feiern auch die Christen der Chrischona-Gemeinde sowie der syrisch-orthodoxen Kirche in Arth mit und zwar von Brunnen, Schwyz und Arth, mit den Schwestern und den Priestern im Klosters Ingenbohl.

Pastor Joel Hauser von der Chrischona Brunnen, Pastoralassistentin Beata Gazova von der Pfarrei Ingenbohl-Brunnen, Pfarrer Hartmut Schüssler von der Kirchgemeinde Brunnen-Schwyz; Pater Lahdo Hanna und Chor der syrisch-orthodoxen Gemeinde Arth, Pfarrer Peter Camenzind von der Pfarrei Schwyz, Schwester Maria Hollenstein und Schwester Johanna Rüegg sowie Pater Emmeram Stacheder vom Kloster Ingenbohl waren das Team, das mit viel Motivation den Gottesdienst vorbereitet hatte.

Den Gottesdienstentwurf für dieses Jahr haben die Christen in Malta (Christians Together Malta) vorbereitet. Das Thema ‘’Sie waren uns gegenüber ungewöhnlich freundlich’’ bezieht sich auf die Apostelgeschichte, nach der Paulus und seine Mitreisenden Schiffbruch erlitten hatten und von den Einheimischen in Malta unerwartet gastfreundlich aufgenommen und versorgt wurden. Dieselben Situationen kennen wir auch heute, auch auf dem gleichen Meer. Sie sind eine stete Herausforderung auch an uns Christen.

Wer sich vertiefen möchte, findet Unterlagen unter www.agck.ch

In der Klosterkirche stand während der Feier ein Schiff als Sinnbild für das ‘Schiff, das sich Gemeinde nennt’. Es war ein Grosskanadier, welcher von der Firma ‘Adventurepoint Brunnen’ unentgeltlich zur Verfügung gestellt worden ist.

Die Ruder waren mit den Gaben, Versöhnung, Einsicht, Hoffnung, Vertrauen, Kraft, Gastfreundlichkeit, Umkehr und Großzügigkeit’ beschriftet, um die die Gemeinde gebeten hatte.

Einen besonderen Akzent setzte die syrisch-orthodoxe Gemeinde mit Weihrauch und Kirchenchor, die das Evangelium und das Unser Vater in der Sprache Jesu auf Aramäisch vortrug.

 

Mit der Kollekte unterstützen wir die Flüchtlinge in Südostliberia.

Es war ein lebendiger, tiefgehender und froher Gottesdienst, der uns nachhaltig auf unserem gemeinsamen Weg als Christen stärkt, was auch die vielen positiven Echos zeigen.

Mit Punsch und Gebäck von den syrisch-orthodoxen Christen und vom Kloster fand der Abend seinen Abschluss.

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